Geschichte Judo

Entstehung Judo 

In Japan entwickelten sich schon früh, viele Kampfsportarten. Diese dienten dazu sich auf kriegerische Auseinandersetzungen vorzubereiten. Insbesondere die Samurai nutzten Elemente des Jiu-Jitsu, um sich im Nahkampf behaupten zu Können.

Das moderne Judo („der sanfte Weg“) wurde von Jigoro Kano vor mehr als 100 Jahren aus verschiedenen Richtungen des Jiu-Jitsu gegründet. Jigoro Kano studierte zunächst die Kunst der Selbstverteidigung bei mehreren Meistern des Jiu-Jitsu. Bei seinem Studium bemerkte er, dass Jiu-Jitsu nochimmer darauf ausgerichtet war, sich für kriegerische Handlungen vorzubereiten.

So versuchte er verschiedene Elemente aus allen Richtungen des Jiu-Jitsu zu verbinden, um Selbstverteidigungstechniken zu entwickeln, die auf die körperliche Bildung und moralische Erziehung der Jugend abzielten. Im Jahre 1882 wurde in einem buddhistischem Tempel in Tokio eine Trainingsstätte, das Kodokan. für diese neue Art der Selbstverteidigung gegründet.

 

Im Laufe der Zeit entwickelte Kano dieses System der Selbstverteidigung zu einem Kampfsport. Das moderne Judo war geboren. Ziel war es nach wie vor körperliche und geistige Erziehung zu vereinen.Judo erlebte einen rasanten Aufschwung in Japan und verbreitete sich nach Ende des zweiten Weltkriegs in der ganzen Welt. Die erste Weltmeisterschaft wurde 1956 abgehalten und im Jahr 1964 wurde die Sportart Judo olympisch.

 

Idee Körper-Geist

Judo ist nicht nur ein Weg der Leibesertüchtigung, sondern soll auch zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen.

Judo vereint im wesentlichen zwei Grundprinzipien.

Zum Einen das technische Prinzip (sei-ryoku-zenyo) und zum Anderen das moralische Prinzip (jita-kyoei). Ziel ist es diese Prinzipien als eine Haltung in sich zu Tragen sowohl auf der Matte als auch abseits der Matte.

 

  Sei-ryoku-zenyo  – das technische Prinzip

Diese Prinzip beschreibt das Verhalten im Kampf und wie man Techniken ausführen soll.

Judo soll mehr als nur die Anwendung bloßer physicher Kraft sein. Folgende Grundsätze können diesem Prinzip zugeordnet werden:

-Ausnutzen der Bewegung des Gegners und des eigenen Schwungs
-Anwenden der Hebelgesetze
-Brechen des gegnerischen Gleichgewichts
-das eigene Gewicht mehr einsetzen als die eigene Kraft
-auch bei aggressiven Handlungen des Gegners kühlen Kopf bewahren
-den Gegner studieren und Schwachpunkte nutzen
-die eigenen Stärken gegen die Schwächen des Gegners nutze
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  Jita-kyoei – das moralische Prinzip

Dieses Prinzip beschreibt wie man Judo erleben und erlernen soll. Dabei soll der Partner beim Training nicht nur Übungsobjekt sein, sondern vielmehr ein Gegenüber, für das man Verantwortung entwickeln muss und für dessen Fortschritt,in persönlicher und technsicher  Hinsicht, man genauso verantwortlich ist, wie für den eigenen. Ohne einen Partner ist Judo unmöglich auszuführen. Folgende Grundsätze können dem täglichen Training entnommen werden:

Der Angreifende die Kontrolle über die Fallübung ausübt
Uke bei Würge- und/oder Hebeltechniken rechtzeitig abschlägt und Tori die Technik daraufhin sofort  beendet
alle Übenden miteinander trainieren und kein Partner zum Üben abgelehnt wird
beim Üben von Judotechniken und beim Randori, rücksicht auf Alter, Geschlecht, körperliche und    technische Entwicklung des Partners genommen wird.
jeder Übende bereit ist, für sein Handeln und für die Gegner Verantwortung zu übernehmen